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News zum Thema Wasser
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03.09.2010
Lernende Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpe von Grundfos
Niemand lässt den Motor seines Autos ständig laufen, nur weil er mehrmals am Tag eine kurze Fahrt unternimmt. Bei herkömmlichen Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpen ist das aber praktisch so - sie arbeiten auch zu Zeiten, wenn kein warmes Wasser abgefordert wird. Das bedeutet hohen Energieaufwand, der nicht nutzbar ist: So etwa der Strombedarf zum Betrieb der Pumpe - wichtiger noch sind die Verluste durch die Wärmeabstrahlung der Leitungen, also auch eine Verschwendung von Energie zur Trinkwassererwärmung. Experten zufolge gibt es hier Potenzial für mehr Energieeffizienz.
Grundfos hat nach eigenen Angaben nun mit der Comfort AutoAdapt ein System entwickelt, das sich selbstlernend automatisch an das individuelle Verbrauchsverhalten anpasst: eine intelligente Bedarfs-Zirkulationspumpe. Das Bereitstellen von Warmwasser beschränkt sich weitestgehend auf die Zapfzeiten der Nutzer. Im Vergleich zu herkömmlichen Zirkulationspumpen - selbst solchen mit Hocheffizienzantrieb und Zeitschaltuhr - spart diese AutoAdapt-Funktion laut Anbieter bis zu 90 Prozent der Energie zur Trinkwassererwärmung ein.
Ausgangspunkt der Grundfos-Entwickler war folgende Überlegung: Wenn die Pumpe ‚wüsste‘, wann Trinkwarmwasser abgefordert werden wird, könnte sie sich darauf einstellen. Wie aber kommt die Pumpe an diese Informationen heran? Die Lösung von Grundfos: Wie bisher wird die Zirkulationspumpe in die Trinkwarmwasserzirkulationsleitung eingebaut; zudem erhält die Trinkwarmwasserleitung einen Temperatursensor. Über diesen Sensor und dem in der Zirkulationspumpe ohnehin integrierten Sensor erkennt die AutoAdapt -Funktion, wann warmes Wasser entnommen wird, heißt es von Seiten des Herstellers. -
20.08.2010
Wasserversorgung auf Nanobasis für Überschwemmungsgebiete
Die Flutkatastrophe in Pakistan hat unzählige Menschen nicht nur um ihr Hab und Gut gebracht. Nach Schätzungen von UNICEF Pakistan sind in dem asiatischen Land derzeit mehrere Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser. Kasseler Forscher haben laut aktueller Universitätsmitteilung eine tragbare Wasseraufbereitungsanlage entwickelt, mit der im Notfall auch Dörfer versorgt werden können, die komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind.
Als Alternative zu eher konventionellen großen Aufbereitungsanlagen haben Forscher vom Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel damit eine Lösung gefunden, die für entlegene Regionen taugt, in denen es weder Strom noch Treibstoff gibt. Sie entwickelten laut Universität eine rucksackgroße Wasseraufbereitungsanlage, deren Herzstück ein Modul mit Membranen ist. Diese verfügen über mikroskopisch kleine Öffnungen in Nanogröße, die Wassermoleküle durchlassen, Bakterien und Parasiten aber wirksam aus dem Wasser herausfiltern. Das schützt vor Erkrankungen wie Cholera, Durchfall etc., speziell bei Kindern Ursache einer hohen Sterblichkeit.
Das Gerät könne mehrere hundert Menschen mit sauberem Wasser versorgen und sei in der Lage, im Dauerbetrieb pro Tag 1.200 Liter Wasser zu filtern. Da der Wasserrucksack nur rund 20 Kilogramm wiegt, könne er von Trägern oder von Lasttieren selbst in Dörfer transportiert werden, zu denen keine Straßen mehr existieren. Auch das Absetzen vom Hubschrauber aus sei möglich, heißt es von Seiten der Universität weiter. -
13.08.2010
VKU: Keine EU-Standards für Duschköpfe
Die Europäische Kommission plant derzeit im Rahmen ihrer Strategie zu "Wasserknappheit und Dürre" den Wasserbedarf in allen Privathaushalten der EU zu senken. Verpflichtende Standards für wasserführende Geräte wie Duschköpfe oder Badearmaturen sollen, ähnlich des "Glühbirnenverbotes", dafür sorgen, dass der Wasserverbrauch insgesamt sinkt. Das hat der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) aktuell mitgeteilt. "Diese Initiative hätte fatale Folgen für die kommunale Wasserwirtschaft. Schon heute kämpfen die kommunalen Wasserversorger und Abwasserentsorger mit zu geringen Durchflussmengen", warnt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU vor dem aktuellen Brüsseler Vorstoß. Flösse noch weniger Wasser durch die Leitungen, würden durch technische und hygienische Probleme die Kosten für die Netzinfrastruktur unnötigerweise in die Höhe getrieben. "Die deutschen Wasserversorger haben ihre Hausaufgaben in punkto Versorgungssicherheit und Ressourcenschonung gemacht. Das muss die europäische Kommission bei ihren Wasserinitiativen anerkennen. Sie kann und sollte nicht alle Länder über einen Kamm scheren", so Reck.
Für extremes Wassersparen gibt es in Deutschland keinen Anlass. Im Mittel stehen deutschlandweit pro Jahr 182 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Die öffentliche Wasserversorgung nutzt davon lediglich drei Prozent, so der VKU. Für eine effektive und nachhaltige Wasserversorgung investieren die kommunalen Wasserversorger jährlich rund zwei Milliarden Euro in den Erhalt und Ausbau ihrer Infrastruktur. Größere Wasserverluste sind in Deutschland daher sehr selten. Der bewusste Umgang mit Wasser ist darüber hinaus für die Deutschen mittlerweile Normalität. Wassersparende Armaturen, Toilettenspülungen und Haushaltsgeräte gehören längst zum Alltag. -
04.08.2010
Gute Wasserqualität auch ohne Chlor
Es kann ein Rekordjahr werden für die deutschen Schwimmbäder. Die Temperaturen klettern über 30 Grad. Wer kann, sucht den Sprung ins kühle Nass. Für viele Wasserratten stellen Naturfreibäder eine umweltbewusste Alternative zu gechlorten Becken dar. Doch um hygienische Standards sicher zu stellen, muss auch ihr Wasser gereinigt werden, so die aktuelle Mitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Denn mit den Menschen gelangen auch Keime und Bakterien ins Bad. Pflanzen sind hierbei natürliche Filter. Die Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar will am Beispiel des Naturbadesees im Feriendorf Eisenberg "Günter Richta" in Kirchheim (Hessen) der Landeshauptstadt Hannover untersuchen, wie Verunreinigungen mit den pflanzlichen Helfern bestmöglich beseitigt werden können. Gleichzeitig soll mit Hilfe der Firma Polyplan aus Bremen ein Konzept für ein Nullenergie-Bad entstehen. Die DBU unterstützt das Projekt eigenen Angaben zufolge mit rund 100.000 Euro.
Naturnahe Schwimmbecken und Badeseen sind künstlich geschaffene, aber den Prinzipien der Natur nachempfundene Ökosysteme. Neben einem Nutzungsbereich, in dem Besucher ihre Bahnen ziehen können, bestehen sie auch immer aus einem Aufbereitungsbereich für das Badewasser. Keime und andere Stoffe, die durch Menschen und Tiere ins Wasser gelangen, werden hier auf natürliche Weise herausgefiltert, so die DBU. Modellhaft wird dies nun am Beispiel des Naturbadesees im Feriendorf Eisenberg in Kirchheim realisiert. Der Badesee wird momentan ganz neu angelegt. Damit gebe es eine gute Ausgangsposition, das Gewässer von Beginn an zu beobachten. -
30.07.2010
BMU: Menschenrecht auf Wasser ist wichtiges Signal
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat vorgestern mit großer Mehrheit das Recht auf sicheres Trinkwasser und auf sanitäre Versorgung zu einem universellen Menschenrecht erklärt. Deutschland hat sich seit Jahren für eine solche Entscheidung eingesetzt und die von Bolivien und 33 weiteren Staaten eingebrachte Resolution unterstützt. Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßte den Beschluss laut aktueller Mitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU). "Diese Entscheidung der UN- Generalversammlung ist ein wichtiges politisches Signal zur Halbzeit der UN- Wasserdekade. Sie unterstreicht die Verpflichtung der Staatengemeinschaft, aber auch jeder einzelnen Regierung, die Umsetzung der gesetzten Ziele bei der Verbesserung der Trinkwasserversorgung und vor allem bei der Sanitärversorgung der Bevölkerung weiter mit Nachdruck voranzutreiben. Wasser und seine nachhaltige Bewirtschaftung sind Grundvoraussetzungen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung und die Nahrungsmittelversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung. Der Schutz dieser lebenswichtigen Ressource vor Übernutzung und Verunreinigung ist daher auch ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft. Deshalb sind und bleiben Wasser- und Gewässermanagement wichtige Themen unserer internationalen Zusammenarbeit", sagte Röttgen in Bonn.





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